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© Sektion Mainburg des Deutschen Alpenvereins (DAV) e.V.
Klettertour an der Alpspitze Nordwand
15.08.2026

Das Tagesziel war eine Klettertour an der Alpspitze Nordwand.

Ein kniefreundlicher Zu- und Abstieg war ein Kriterium und natürlich eine schöne und mäßig schwierige Kletterroute. Praktisch dort oben an der Alpspitze ist, dass man in 20 Gehminuten am Einstieg ist. Außerdem finden man entlang des Nordwandsteiges verschiedene Routen die nicht schwerer als UIAA VI einzuordnen sind. Wir entschieden uns für die Route „Sonntagsausflug“, auf 7 SL ist sie ziemlich durchgehend mit V und IV bewertet auf knapp 300 Klettermeter.

Nach dem letzten Tunnel des Nordwandsteiges geht es unmittelbar einen kleinen Erdkegel 10m hoch. Ganz blassgelb kann man dort an einem Bohrhaken den Namen der Route erkennen. Es ist keine Pläsier mäßig gesicherte Kletterroute. Ein Sortiment Klemmkeile sollte man mitführen. Ich habe für solche Fälle einen gelben Camelot Gr.3 für Rissbreiten 4,5 bis 6 cm, einen kleinen Totem für Rissbreite von 1-2 cm sowie einen kleinen Drahtkabelstopper für diese Rissbreite und zwei mittelbreite Stopper (2-4cm Rissbreite) dabei. Alle wurden mehrfach eingesetzt.

 

1. SL: Los geht es gleich mal die ersten 10m fast senkrecht aber leicht, hoch zum ersten Bohrhaken. Dann weiter IV+ gerade und nach ca. 20m nach Rechts zum ersten Standplatz an einem Ringhaken. (35m, IV+)

2.SL: Dort sieht man rechts den Riss der nach oben führt. Nach dem Riss leicht rechtshaltend ca. 10m in eine seichte Geröllrinne. Dieser Rinne nicht nach links folgen, sondern gerade in die Platten überhalb klettern wo sich nach ca. weiteren 20m der Ringhaken des Standplatzes befindet. (Sieht man ziemlich schlecht. 40m, V). Diese 2. SL dürfte bezüglich der Orientierung die Schlüsselstelle der Tour sein. Die Bohrhaken sind nicht nicht immer einfach zu erkennen.

3+4+5 SL: Dann geht es aber ziemlich eindeutig über raue, wasserzerfressene Platten, Risse und Wasserrillen drei abwechslungsreiche SL nach oben. Im Zweifel immer leicht rechts halten. Die Bohrhakenabstände sind zu groß um sich davon führen zu lassen! An den Standplätzen befindet sich jeweils ein Ringhaken. Dazwischen gibt es aber Möglichkeiten für Klemmkeile. Durchgehend Schwierigkeitsgrad V.

6+7 SL: Das Gelände wird flacher. Nun gilt es über die kompakten Felsrücken und Platten zu klettern um Steinschlag zu vermeiden. Wenn man die beste Route trifft findet man auch vereinzelt Bohrhaken. Die Schwierigkeit liegt bei III bis IV. Schlingen und KK können gut eingesetzt werden.

 

Am Ende der 7. SL trifft man auf den Pfad der über das Geröllband nach rechts zum unteren Teil des Alpspitz Klettersteiges führt.

Gesamter Abstieg ca. 30 Min. zur Alpspitzbahn.

Unsere Zeiten:

10:30 Uhr Start von der Alpspitzbahn.

15:30 Uhr Talfahrt mit der Alpspitzbahn.

Brotzeit inclusive.

Ausrüstung: 50m Zwillingsseil, 6 Exen, 3 Alpinexen. Bandschlingen. Klemmkeilsortiment.

Um dieses kleine Abenteuer zu erleben entschlossen wir uns: der König Manfred und Ich (Brunner Karl) der umweltfreundlichen und entspannten Alternative zur Auto-Anfahrt eine Chance zu geben.

 

15. August 2026

4:00 Wecker klingelt!

4:45 Mani holt mich ab mit dem Ziel: Rohrbach Bahnhof.

5:25 geplanter Bahnzustieg in Rohrbach. Geplante Fahrt mit dem MVV Garmisch Klassik Ticket für 60€ all Incl.

In unserer Vorplanung mischte sich die KI ein und gab uns die falsche Abfahrtszeit des Zuges.

Ebenfalls empfahl uns die KI dieses besagte Garmisch Klassik Ticket am Automaten (moderne Automaten stand allerdings dabei!)zu kaufen, incl. Anweisung der Menü Führung am Automaten.

Das beschriebene Ticket gab es in Rohrbach nicht zu kaufen.

Also Bayern Ticket 22€ pro Person.

Der Zug nach München kam erst um 6:10 Uhr. So wie auch auf dem ausgehängten Fahrplan in Rohrbach steht.

Die KI geplante Ankunftszeit auf der Alpspitzbahn Gipfelstation: 9.30 Uhr.

Reelle Ankunft: 10.30 Uhr. Dazwischen 6x Umsteigen. Ab München waren alle Züge; S-Bahn nach Tutzing, Zug von Tutzing nach Garmisch und die Zahnradbahn zur Alpspitzbahn - voll! Bei der Rückfahrt dann überfüllt!

Die Reise mit dem Bayernticket plus Alpspitzbahn Hin/Rück kam uns auf 57€.

Die Rückfahrt war eine Odysee!

Fehlinformationen an den Informationstafeln am HBF bezüglich der Bahnsteige und verspätete Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Züge in Richtung Ingolstadt. Komplett überfüllte Züge. Um 21:30h waren wir wieder in Mainburg. Gesamt 17H, davon 5h am Berg unterwegs. Um eine entspannte Reise handelte es sich dabei nicht.