Berichte

Familiengruppe Bergzwerge

Jahresrückblick 2026
02.11.2026

Bei eisigen Temperaturen schlitterten wir im Januar – auf endlich mal ordentlich gefrorenen heimischen Weihern – in ein neues Jahr voller Abenteuer für unsere Bergzwerge. Beim anschließenden Planungstreffen wurden die Aktionen für das Jahr 2026 gemeinsam geplant. Da wir mit aktuell 10 Familien (20 Erwachsene und 22 Kindern im Alter von 2 bis 11 Jahren) eine große Truppe sind, bei der viele verschiedene Bedürfnisse zusammenkommen, konnte jeder mit einem Stempel für seine Wunschaktivitäten abstimmen. Am Ende entstand ein sehr abwechslungsreiches Programm: Im Februar ging es in den Bayrischen Wald zum Rodeln und Skifahren, wo wir auch bisherige Skiskeptiker für den Wintersport begeistert konnten. Im März durften wir an einem Samstag das PAFRock, die Kletterhalle unserer Nachbarsektion Pfaffenhofen, für einen Klettertag nutzen. Dabei wurden wir von unseren JugendleiterInnen begleitet, so dass sich jede/r mit professioneller Unterstützung im Seilklettern ausprobieren konnte. Nicht nur die Kids, sondern auch die Eltern hingen sich voller Motivation an die Arme. Mit den wärmer werdenden Temperaturen zog es uns für die nächsten Aktionen wieder nach draußen: Im Mai erklommen wir den Riederstein am Tegernsee und im Juni verschlug es uns wieder in den Bayerischen Wald. Ein Teil unserer Gruppe erwanderte die mystischen Wälder rund um den Geiskopf, während die eher Waghalsigeren sich auf ihren teils ersten Mountainbike-Trails ausprobierten. Etwas weniger sportlich, dafür voller Abenteuer, stand für den Juli eine Zeltl-Aktion in Horneck auf dem Programm. Es wurde gemeinsam gegrillt, im Dunklen durch den Wald gewandert und anschließend bei Marschmallows und Geschichten am Lagerfeuer gesessen. Im heißen Sommer traf man sich auch einfach mal im Freibad und im Herbst fand dann unsere heißersehnte Hüttentour auf die Erfurter Hütte im Rofan am Achensee bei traumhaften Spätsommerwetter statt (siehe eigener Tourenbericht). Zuletzt räuberten wir in Konstein im Wald, am Fels und in Höhlen umher.

Rückblickend auf das Jahr bot das vielseitige Programm viele Gelegenheiten, in verschiedene Disziplinen des Bergsports hinzuschnuppern. Mit viel Spaß konnten die Bergzwerge dabei auch Grundlagen wie zum Beispiel Fahrtechnik beim Mountainbike, Steig-Technik im weglosen Gelände beim Bergsteigen und erste Erfahrungen am Seil mitnehmen.

Bemerkenswert bei all den regelmäßigen Aktivitäten ist die Tatsache, dass wir bei allen Aktionen mindestens 6 Familien beziehungsweise circa 25 Bergzwerge dabei waren. Danke auch allen Familien, die sich bei den Aktionen bei der Planung, Organisation und Durchführung beteiligt haben.

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Waldandacht auf der Theresienhöhe

Gemeinschaft, Musik und Besinnung
18.10.2026

Zur traditionellen Waldandacht konnten wir uns über eine erfreulich große Beteiligung freuen. Rund 100 Besucherinnen und Besucher fanden sich an der herbstlich geschmückten Kapelle ein, um gemeinsam innezuhalten, mitzufeiern und einige schöne Stunden in besonderer Atmosphäre zu verbringen.

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Neue Trainingsmöglichkeiten am Brunnerkogel

09.10.2026

Beim Visionsworkshop haben wir den Gedanken erneut aufgegriffen, das Turmareal und den „Brunnerkogel“ als attraktiven Treffpunkt für unsere Kletternden weiterzuentwickeln. Ziel ist es, zusätzliche Trainings- und Klettermöglichkeiten zu schaffen, die sowohl unseren Kindern, Jugendlichen als auch den erwachsenen Mitgliedern neue Herausforderungen und Übungsmöglichkeiten bieten.

Am Gallimarkt-Wochenende wurde dieses Vorhaben nun in die Tat umgesetzt. Unter der sorgfältigen Planung und fachkundigen Anleitung von Simon Dengler traf sich ein engagiertes Team mutiger Routenschrauber mit Max Kallhart, Manfred König, Sharon Debera, Rupert Schaubeck und Moni Schaubeck, um dem Turm und den Felsen am Hang neues Leben einzuhauchen.

Mit großem Einsatz entstanden mehrere neue Kletterrouten sowie ein Übungs-Klettersteig. Durch das Setzen zahlreicher neuer Haken können erfahrene Jugendliche und Erwachsene künftig unter idealen Bedingungen den wichtigen Schritt vom Nachstieg in den Vorstieg üben. Es wurden beste Plaisir-Bedingungen geschaffen, die abwechslungsreiches und sicheres Training ermöglichen.

Ein herzliches Dankeschön geht an das gesamte Bergteam Boulderraum für die vielen Überlegungen, die Planung und die Unterstützung bei diesem Projekt. Ein ganz besonderer Dank gilt jedoch unserem unangefochtenen Kletter-Material-Spezialisten Simon Dengler, der die Umsetzung perfekt vorbereitet und organisiert hat. Ohne seinen Einsatz wäre dieses Projekt in dieser Qualität nicht möglich gewesen!

Wir freuen uns schon darauf, die neuen Möglichkeiten gemeinsam zu nutzen und wünschen allen Kletterbegeisterten viel Freude und Erfolg an den neuen Routen!

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Saisonabschlusstour auf die Wankspitze

03.10.2026

Trotz des schon weit fortgeschrittenen Jahres waren die Mainburger Klettersteiggeher*innen alles andere als unmotiviert. Bereits vor der vereinbarten Abmarschzeit ging es am Tag der Deutschen Einheit für uns 10 vom Gasthaus Arzkasten in Richtung der Wankspitze in den Mieminger Bergen.

Von der langsam aufgehenden Herbstsonne begleitet ging es in gemütlichem Tempo das Lehnberger-Tal hinauf, zunächst in Richtung der Grünsteinscharte. Vorher bogen wir aber rechtzeitig in Richtung des Stöttltörls ab und begannen den steileren Teil des Aufstiegs. Im Törl angekommen musste zunächst die Aussicht über das Inntal bei einem zweiten Frühstück genossen werden, bevor die Klettersteigausrüstung für den ernsteren Teil der Tour angelegt wurde. Die Schlüsselstelle über zwei steile Platten der Schwierigkeit C direkt am Einstieg des Klettersteigs wurde von allen ohne Probleme gemeistert. Von dort ging es dann zwar in einfacherem aber nicht minder spektakulärem Gelände durch die Felsen bis zum Gipfel der Wankspitze. Kurz vor dem Gipfel bestand für die Motivierteren dann noch die Möglichkeit die kleine Variante „Bankl zur schönen Aussicht“ mitzunehmen. Nach den letzten teils luftigen Aufschwüngen erreichten wir dann unser Tagesziel, wo wir uns natürlich die Gipfelbrotzeit schmecken ließen. Dem Wanderweg folgend begannen wir von dort unseren Abstieg. Vorbei am Lehnbachhaus, wo wir bei Kaffee und Kuchen die Tour ausklingen ließen, ging es dann wieder parallel zur anfänglichen Aufstiegsroute zurück zu den Autos.

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Der Mainburger Alpenverein auf den Spuren König Ludwigs II

Übernachtungstour auf dem Soiernhaus
27.09.2026

Bei herrlichem Wetter und besten Aussichten für die geplante Übernachtungswanderung des Mainburger Alpenvereins zum im Karwendel gelegenen Soiernhaus, einem beliebten Rückzugsort König Ludwig II, (1616 m ü. NHN) war die Vorfreude groß.

Von Krün aus startete die 13-köpfige Gruppe am Sonntag, den 27.09.2026, auf einem bequemen Forstweg in Richtung Fischbachalmen. Eine kurze Rast tat gut, bevor die letzten der insgesamt 900 Höhenmeter zum Soiernhaus über den landschaftlich sehr reizvollen, aber auch anspruchsvollen Lakeiensteig rückgelegt werden mussten. Glücklich um die Mittagszeit an der Hütte angekommen, genossen die Wanderinnen und Wanderer die frisch zubereiteten, leckeren Speisen.

Der Nachmittag stand den Teilnehmenden zur freien Verfügung. Gemeinsam ging es zunächst zum idyllischen, unterhalb der Hütte gelegenen Soiernsee, der einige der Gruppe zu einem erfrischenden Bad einlud. Anschließend bildeten sich zwei Gruppen heraus: die Genießer tankten am Ufer des Sees Sonne und genossen den Blick auf das glitzernde Wasser. Die Gipfelstürmer nahmen dagegen noch die 400 Höhenmeter zur Gumpenkarspitze (2019 m ü. NHN) in Angriff. Der teilweise mühsame und steile Anstieg wurde mit einem herrlichen Blick auf die Zugspitze und das umliegende Karwendelgebirge belohnt.

Pünktlich fanden sich die Bergbegeisterten zu einem hervorragenden Abendessen in der Hütte ein. Nach einem gemütlichen und geselligen Abend sahen einige der Übernachtung im Matratzenlager eher skeptisch entgegen. Doch war die Nacht ruhiger als erwartet und die meisten fanden ausreichend Schlaf.

Bei einem außergewöhnlichem Hüttenfrühstück mit frischen, selbstgebackenen Semmeln, frischem Brot, Hefezopf, Kuchen und Birchermüsli stärkte sich die Wandergruppe für den Tag. Geplant war die Besteigung der Schöttelkarspitze (2050 m ü. NHN) und im Anschluss die Überschreitung über den Seinskopf (1961 m ü. NHN) nach Krün. Das Gelände war ausgesprochen abwechslungsreich und landschaftlich beeindruckend, allerdings auch durchwegs anspruchsvoll und erforderte von den TeilnehmerInnen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Um die einzigartige Kulisse gebührend genießen zu können, wurden nicht nur auf der Schöttelkarspitze und dem Seinskopf ausgiebige Pausen eingelegt, sondern auch an zahlreichen Aussichtspunkten.

Nach dem steilen, zum Teil schottrigen Abstieg am Wanderparkplatz in Krün angelangt, waren alle angenehm erschöpft und zufrieden.

Ein letztes Bad im Walchensee für die Wasserratten der Gruppe und ein leckeres Essen für alle in einem Biergarten am See bildeten den krönenden Abschluss dieser einzigartigen Tour.

Für weitere Touren mit der Sektion Mainburg kontaktieren Sie die Homepage des Mainburger Alpenvereins.

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Bergzwerg-Hüttenwochenende auf der Erfurter Hütte

26.09.2026

Monat für Monat waren auch in diesem Jahr die Bergzwerge miteinander unterwegs. Langweilig wurde es uns beim bunten Programm dieses Jahr nie: Schlittschuhfahren, Skifahren, Klettern im PAFRock, Biken, Wandern, Zelten… Das Highlight des Jahres aber ist immer unser Hüttenwochenende. Diesmal gings am letzten September-Wochenende auf die Erfurter Hütte. Abgesehen von den frischen Temperaturen am Morgen (4 Grad am Achensee) hatten wir traumhaftes Spätsommer-Wetter. Über die Buchauer und Dalfazer Wasserfälle ging es zur Dalfaz-Alm, wobei wir in den steilen südseitigen Serpentinen ordentlich ins Schwitzen kamen. Auch wenn die Motivation bei manchen unserer Kids ab und an ein bisschen Anschub brauchte, schlugen sie sich bei ihrem ersten Anstieg über 900hm wacker. Eine kleine Gruppe gönnte sich sogar noch eine Zugabe auf den Hüttengipfel Gschöllkopf. Der Spielplatz an der Erfurter Hütte, das Abendessen im warmen Abendlicht auf der Hüttenterrasse und der Spieleabend ließen die Strapazen aber schnell vergessen. Am Sonntag teilte sich die Gruppe: plangemäß ging eine Gruppe im felsigen Gelände des Rofans weglos zur Seekarlspitz. Von Kletter- und Fußtrittübungen bis ans Herantasten an ausgesetztere Wegpassagen bot die Tour viele Möglichkeiten ins Bergsteigen rein zu schnuppern. Die zweite Gruppe hatte die Rofanspitz als Ziel. Nach einem eher ungeplanten, aber ähnlich weglosen Abstecher (was die andern können, können wir auch! ) war den Kids unterhalb des Gipfels mehr nach Spielen, Botanik erkunden und das gemeinsame Picknick für die Gipfelstürmer herrichten. Daher ließen wir ein Paar der Großen den Gipfel mitnehmen und genossen in der Zwischenzeit die Sonne im Murmeltierland. Nach einer Flugeinlage des Rettungshubschraubers mit Seilwinde direkt neben unserem Brotzeitplatz waren zwar alle schwer beeindruckt, aber auch froh, dass dem betroffenen Wanderer wohl nichts Schlimmeres passiert war. Über all die Action war es spät geworden und so nutzte der Großteil der Gruppe die Seilbahn für den Abstieg.

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Hütten‑Streich‑Aktion der DAV‑Sektion Mainburg an der Theresienhütte 

19.09.2026

 

Am Samstag, den 19. September, herrschte an der Theresienhütte bereits früh am Morgen reger Betrieb. Mehrere Alpinisten aus allen Altersstufen der DAV‑Sektion Mainburg trafen sich dort – diesmal jedoch nicht, um eine Bergtour zu starten, sondern um der Hütte einen frischen Anstrich zu verleihen. Unter dem Motto „entlangklettern und streichen“ machten sich die Helfer daran, die in die Jahre gekommenen Außenwände Stück für Stück zu erneuern. 

Die Aktion war von einem Vereinsmitglied über Wochen hinweg sorgfältig vorbereitet worden. Dank seiner detaillierten Planung konnte am Samstag pünktlich losgelegt werden. Bei bestem Wetter und mit sichtbarer Freude an der gemeinsamen Arbeit gingen die Vereinsmitglieder ans Werk. Für die Stärkung zwischendurch sorgte ein weiteres Mitglied, die das Team mit Brotzeit und Getränken versorgte. 

Somit ist die Hütte rechtzeitig zur Waldandacht am 18.10.2026 um 15 Uhr schon richtig schön vorbereitet. 

Finanziell ermöglicht wurde die Verschönerung der Theresienhütte durch einen anonymen Spender, der die Farbe zur Verfügung stellte, sowie durch die tatkräftige Unterstützung der Firma Zehentmeier. Dadurch konnte die Maßnahme umgesetzt werden, ohne die Vereinskasse zu belasten. Die Vorstandschaft spricht hierfür ein herzliches Vergelt’s Gott aus. 

Die DAV‑Sektion Mainburg bedankt sich herzlich bei allen freiwilligen Helfern, die mit angepackt haben.

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Die “Leiche Tirolerin

eine Granit Plaisir-Ketter-Route mit 6 SL in schönem Zillertaler Zentralalpen Ambiente
30.08.2026

Nachdem wir gestern Kaiser Kalk genießen konnten, wollten wir heute Granit testen..

Sonntag, den 30.August 26.

Am Parkplatz an der Mautstelle Zillergrund montierten wir wieder unsere Lastenräder und fuhren über die schmale Mautstraße 700 Hm den Zillergrund hoch zum verlassenen Wirtshaus in der Au bei der Schranke. Bis hierher ist auch eine Zufahrt mit dem Auto oder Bus möglich. Direkt hinter dem ehemaligen Wirtshaus beginnt ein unscheinbarer Pfad, markiert mit gelben Punkten, der in 15 Min. zur Bärenbad Wand hoch führt. Dort gibt es einige neuere, mäßig schwierige Klettertouren im Granit. Eine gute Beschreibung dazu gibt es auf Bergsteigen.com oder auch Allgäu Plaisir.

Die Routennamen sind angeschrieben. Wir wählten die, mit dem schönen Namen "Leichte Tirolerin” mit 6 SL. Die Haken weisen den Weg. Eine schöne, gerade Linie ist den Erschließern der Felswand gelungen. Platten, Risse und Wandstellen im Schwierigkeitsgrad V-VI. Ziemlich homogen. Sauber ausgeputzt und vom losen Gestein befreit. Sie kann A0 geklettert werden. Abseilen ist möglich, wenn keine weiteren Seilschaften in der Route sind. Abseilketten an den Standplätzen sind vorhanden. Der Fußabstieg ist gut markiert und wird auch vorrangig von den Erschließern empfohlen. Er führt durch einen wilden Holzbruch mit querliegenden Bäumen und Ästen und ist ein kleines Abenteuer für sich! Die unheimlichen Kräfte der Natur werden einem hier vor Augen geführt. Einen Durchschlupf durch das Chaos von umgestürzten Bäumen und Granitblöcken zu finden, war für die Erschließer der Felswand vermutlich eine ähnliche Herausforderung wie die Erschließung der Felswand selbst. Kurz vor Erreichen den asphaltierten Zufahrtsstraße, die zum Stausee führt, gibt es auch noch die Wahl zwischen Soft Abstieg und Alpin Abstieg. Beeindruckt von dem Chaos wählten wir vorsichtshalber den Soft Abstieg. Selbst da waren die letzten Meter zur Straße mit Fixseilen versehen.

Wir hatten ein 50 m Zwilligsseil dabei. Ein 60m Einfachseil wäre allerdings die bessere Wahl. Zusätzliches Absicherungsmaterial braucht es nicht. 12 Exen sind ausreichend. Für die letzte 42m Seillänge sind lange Alpin Exen sinnvoll. Oder angenehmer, man teilt die Seillänge auf. Von der obersten Stand/Abseilstelle könnte man 30 m in flaches Gelände abseilen und zur nächsten Stand/Abseilstelle ca. 40 m absteigen. Dann zwei mal 25 m steil und einmal 30 m flach abseilen. Auch beim Klettern würde man sich mit nur einem Seilstrang einiges an Seilreibung ersparen. Wir starteten um 12 Uhr vom Rad Depot und waren um 16.30 Uhr wieder dort.

Unerklärlicherweise waren wir alleine an einem schönen August-Sonntag an der Bärenbadwand unterwegs. Sonst war viel los im Zillergrund. Die Parkplätze waren gut voll. Wie überall in den Zillertaler Granitwänden sollte es trocken sein.

(Manfred König / Karl Brunner)

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Wilder Kaiser-Multerkarwand

am westlichen Sockel des Scheffauers - RWI Route
29.08.2026

Vom Liftparkplatz in Scheffau ging es am Samstag, den 29. August 26 mit den Lastenfahrrädern über das Gasthaus Jagerwirt so weit wie möglich die Forststraße hoch, bis diese auf ca. 1300m Höhe an einem Wendeplatz endet. Am westl. Ende dieses Radl Depots beginnt ein schwach erkennbarer Steig. Er zieht zum Gruttenweg hoch. Den Gruttensteig geht es dann in nördliche Richtung immer leicht auf- und ab unter die Multerkarwand. Bei dieser Forststraße handelt es sich um eine etwas längere, dafür knieschonendere Variante zum üblichen Aufstieg vom Parkplatz Jägerwirt. Ziemlich unangenehm muss man zum Schluss trotzdem einen Geröllhang ca. 100 Hm zu den Einstiegen der ” RWI” und “Entdeckungsreise” hoch. (ca. 45 min. ab Rad Depot) Wegen der westseitigen Ausrichtung des Klettergebietes hatten wir es nicht eilig. Es sollte noch abtrocknen nach dem Regen von gestern und heute morgen. Vor einigen Wochen war ich bereits hier und bin mit Gisela die Route Entdeckungsreise weiter rechts einer Rinne entlang geklettert. Dieses Mal soll es die Route RWI sein. Im Topo von Stefan Stadler ist ein Holztafel am Einstieg erwähnt. Dieses haben wir nicht gefunden, aber eine grüne Bierbüchse hängt mit einem Schnürl am Bohrhaken des Einstiegs und ist von weitem zu sehen.

Eine Seilschaft befand sich bereits in der 2. Seillänge, während wir (Manfred König und Karl Brunner) uns zum Klettern bereit machten. Punkt 12 Uhr begannen wir mit der ersten Seillänge. Es war sonnig geworden und ordentlich warm. Die Route ist gut beschrieben (Stefan Stadler oder Bergsteigen.com) und die vielen Bohrhaken weisen den Weg. Eine Plaisirroute, homogen im Schwierigkeitsgrad V-VI, die nichts zu wünschen übrig lässt. Plattig mit rauen Stellen, kleine Überhänge, Verschneidungen, Risse, alles ist geboten auf knapp 300 m Kletterlänge. Die Beliebtheit der Route ist durch die beginnende Abnutzung aber bereits erkennbar. Eine Abseilpiste ermöglicht einen raschen Abstieg. Vom letzten Standplatz der Tour auf ca. 1700 m Höhe beginnen zwei 30 m Abseilstrecken hinunter zum Geröllband. Dort markieren rote Punkte den Weg zum nächsten Abseilstand. Wir waren mit einem 50 m Zwilligsseil unterwegs, wählten aber vorsichtshalber die 30 m Abseilstrecken. Ein 60 m Einfachseil wäre in dieser Tour die bessere Wahl. Steinschlag ist jedenfalls ein Thema in der Route. Auch bei der Abseilpiste, die parallel verläuft. Bei viel Betrieb in der Route würde ich eine alternative Tour wählen und das Materialdepot weit genug vom Einstieg einrichten.

Die Tour ist super eingerichtet. Außer 12 Exen braucht es kein zusätzliches Absicherungsmaterial. Mit A0 kommt man überall hoch!

Um 17 Uhr waren wir wieder am Einstieg und eierten den Geröllhang zum Gruttenweg hinunter, auf dem wir bald wieder zu unseren Rädern gelangten.

Für einen Samstag im August mit schönem Wetter war überraschend wenig los. Wir, die Seilschaft vor uns und eine weitere Seilschaft in einer anderen Route.

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Felsklettern am Grünstein Massiv in den Mieminger Berge

Karl Brunner & Manfred König
22.08.2026

Während der Corona Zeit haben ambitionierte Kletterer aus Südwestwestbayern und Innsbruck dort ein neues Klettergebiet erschlossen. Semi-Alpin nennt man aktuell diese Erschließungen.

Vom Marienbergjoch 1800m gelangt man in einer guten Stunde zu den Einstiegen der Südwände der Grünsteintürme auf 2200m. Auf das Joch gelangt man am Besten mit dem Fahrrad von Biberwier oder Obsteig oder mit dem Sessellift von Biberwier aus. (auch Fahrradmitnahme)

Seit langem liebäugeln wir mit dem Südwestgrat auf den 3. Grünsteinturm 2470m. Es ist die leichteste Route im Gebiet. Schwierigkeitsgrad V. Kletterlänge ca. 400m. Wandhöhe 270m. Mit Bohrhaken ausgerüstet.

 

Am Samstag, den 22.August 2026 stellten wir um 10 Uhr die E-Bikes am Holzzaun des Marinebergjoches ab und waren etwas enttäuscht über die langsame Wetterbesserung. Es hatte 7 Grad, und Schauerwolken zogen umher. Nicht gerade einladend für einen Klettertag.

Die SW-Ausrichtung der Türme am Westsockel des Grünsteins ließen uns nach dem gestrigen Regentag auf eine schnelle Abtrocknung der Felsen hoffen. Der Wind bläßt üblicherweise vom Inntal über den westliche Felsensockel des Grünsteins in das Ehrwalder Becken. Und so war es auch!

Die Temperatur für den Supersommer 2026 war hier aktuell ernüchternd.

Wir gingen gleich los in Richtung Hölltörl. Kurz unterhalb des Törls zweigten Steigspuren links in eine Geröll/Schrofen Rinne ab, die zu den Südwänden hoch führte. Wir machten Materialdepot, zogen uns um, und froren während der Brotzeit . Mit den ersten Sonnenstrahlen starteten wir (Gisela Weiherer und Karl Brunner) um Punkt 12 Uhr in den waagerechten Einstieg, der zum Grat des ersten Turmes führt. Dort trafen wir gleich auf die erste schwierige Stelle. Glücklicherweise war diese sehr gut mit Bohrhaken abgesichert.

Der weitere Routenverlauf ist ausgesprochen gut, Seillänge für Seillänge, beschrieben und bebildert in dem Bericht von Alpartig: https://alpartig.com/gruenstein-suedwestgrat-v/

 

Kurzfassung:

  • Zum ersten Turm klettert man in 3 SL. Eine Stelle V, gleich am Einstieg, sonst deutlich leichter.
  • Dann eine 50m SL mit kurzer Abkletterpassage III und flaches Gehgelände zum Standplatz am Fuße des zweiten Turms.
  • In 2 SL auf den 2.Turm. Ziemlich durchgehend V. Besonders diese zwei Seillängen erfordern viel Gespür für einen geraden Seilverlauf bezüglich Seilreibung. (Sehr lange Alpin Exen in der 4. SL. In der 5. SL. gibt es eine kleine, hinterfotzige, abwärtsgeschichtete Schuppe am Grat bei der sich die Seile bei einem kurzen Ab-und Wiederaufstieg vor einer Spreizstelle einklemmen können).
  • Es folgt der Übergang zum 3. Turm. Eine kurze Abkletterstelle III, dann brüchig waagerecht und über Geröll zum Stand ca. 20m über dem Wandfuß auf der linken Seite des Turms. 50M III.
  • Am 3. Turm wurde es deutlich alpiner. Weniger Bohrhaken, die Felsqualität nicht mehr so kompakt. In 3 SL IV-V, je nach Linie an der Kante würde ich sagen.

Wir hatten leider den ganzen Tag den kalten Wind im Gesicht, und so wurde es an den Standplätzen immer ziemlich zapfig. Unseren Zeitplan konnten wir nicht ganz einhalten. (4 Stunden bis zum 3. Turm, dann 2 Std. abseilen war geplant) Wir stiegen um 12 Uhr ein und waren um 19 Uhr wieder am Rucksack Depot. Statt 4 Std. benötigten wir 5 Std. für die Kletterei zum 3. Turm. Getrödelt hatten wir nicht. Einmal Trink- und Pinkelpause und einmal ein Seilklemmer, der uns ca. 15 Min. kostete.

Für die 270 m Abseilpiste benötigt man leider ein 60m Doppelseil. Denkbar ungünstig viel Seil für eine Kantenkletterei. Auf die Seilreibung sollte man deshalb bei den überwiegend langen Seillängen im Aufstieg akribisch achten.

Auf dem 3. Turm war eine kleine Madonna aufgemauert. Südseitig, 30 cm unterhalb, befand sich die erste Abseilstelle. Vorbildlich: Eine Kette mit Schnappkarabiner. So auch an allen folgenden Abseilstellen in der Südwand. In der 4. Abseilstelle sollte man die Rinne linksseitig (Osten) abseilen, dann trifft man ohne Pendeleinlage direkt auf die letzte Abseilstelle.

Ausrüstungsempfehlung:

3 Keile o. Klemmer für 1-3cm Breite, 1 Klemmer für 3-4 cm Breite. Wir hatten ein kleines Sortiment dabei und auch eingesetzt.
4 Normale Exen, 4 Alpin Exen bis 120cm. Bandschlingen 120 cm für Köpfl an den kurzen Passagen an der Gratschneide.

 

Die Tour bietet Abenteuer und Genuss mit begrenztem Risiko in einer hochalpinen Umgebung. Die Bohrhakendichte nimmt nach oben hin ab.

Man könnte von jedem der drei Türme nach Süden abseilend abbrechen. Eine unbekannte Abseilpiste bereitet immer ein gewisses Kribbeln im Bauch! Wir waren an diesem Samstag alleine im gesamten Gebiet.

Wegen unserer kalten Finger und Füße an diesem Tag kennzeichnen wir die siebenstündige Kletterei als „Alpine Klettertour“.

Unserer Meinung nach ist diese Tour trotz der moderaten Schwierigkeit ungeeignet für Einsteiger ins Alpinklettern.

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Klettertour an der Alpspitze Nordwand

15.08.2026

Das Tagesziel war eine Klettertour an der Alpspitze Nordwand.

Ein kniefreundlicher Zu- und Abstieg war ein Kriterium und natürlich eine schöne und mäßig schwierige Kletterroute. Praktisch dort oben an der Alpspitze ist, dass man in 20 Gehminuten am Einstieg ist. Außerdem finden man entlang des Nordwandsteiges verschiedene Routen die nicht schwerer als UIAA VI einzuordnen sind. Wir entschieden uns für die Route „Sonntagsausflug“, auf 7 SL ist sie ziemlich durchgehend mit V und IV bewertet auf knapp 300 Klettermeter.

Nach dem letzten Tunnel des Nordwandsteiges geht es unmittelbar einen kleinen Erdkegel 10m hoch. Ganz blassgelb kann man dort an einem Bohrhaken den Namen der Route erkennen. Es ist keine Pläsier mäßig gesicherte Kletterroute. Ein Sortiment Klemmkeile sollte man mitführen. Ich habe für solche Fälle einen gelben Camelot Gr.3 für Rissbreiten 4,5 bis 6 cm, einen kleinen Totem für Rissbreite von 1-2 cm sowie einen kleinen Drahtkabelstopper für diese Rissbreite und zwei mittelbreite Stopper (2-4cm Rissbreite) dabei. Alle wurden mehrfach eingesetzt.

 

1. SL: Los geht es gleich mal die ersten 10m fast senkrecht aber leicht, hoch zum ersten Bohrhaken. Dann weiter IV+ gerade und nach ca. 20m nach Rechts zum ersten Standplatz an einem Ringhaken. (35m, IV+)

2.SL: Dort sieht man rechts den Riss der nach oben führt. Nach dem Riss leicht rechtshaltend ca. 10m in eine seichte Geröllrinne. Dieser Rinne nicht nach links folgen, sondern gerade in die Platten überhalb klettern wo sich nach ca. weiteren 20m der Ringhaken des Standplatzes befindet. (Sieht man ziemlich schlecht. 40m, V). Diese 2. SL dürfte bezüglich der Orientierung die Schlüsselstelle der Tour sein. Die Bohrhaken sind nicht nicht immer einfach zu erkennen.

3+4+5 SL: Dann geht es aber ziemlich eindeutig über raue, wasserzerfressene Platten, Risse und Wasserrillen drei abwechslungsreiche SL nach oben. Im Zweifel immer leicht rechts halten. Die Bohrhakenabstände sind zu groß um sich davon führen zu lassen! An den Standplätzen befindet sich jeweils ein Ringhaken. Dazwischen gibt es aber Möglichkeiten für Klemmkeile. Durchgehend Schwierigkeitsgrad V.

6+7 SL: Das Gelände wird flacher. Nun gilt es über die kompakten Felsrücken und Platten zu klettern um Steinschlag zu vermeiden. Wenn man die beste Route trifft findet man auch vereinzelt Bohrhaken. Die Schwierigkeit liegt bei III bis IV. Schlingen und KK können gut eingesetzt werden.

 

Am Ende der 7. SL trifft man auf den Pfad der über das Geröllband nach rechts zum unteren Teil des Alpspitz Klettersteiges führt.

Gesamter Abstieg ca. 30 Min. zur Alpspitzbahn.

Unsere Zeiten:

10:30 Uhr Start von der Alpspitzbahn.

15:30 Uhr Talfahrt mit der Alpspitzbahn.

Brotzeit inclusive.

Ausrüstung: 50m Zwillingsseil, 6 Exen, 3 Alpinexen. Bandschlingen. Klemmkeilsortiment.

Um dieses kleine Abenteuer zu erleben entschlossen wir uns: der König Manfred und Ich (Brunner Karl) der umweltfreundlichen und entspannten Alternative zur Auto-Anfahrt eine Chance zu geben.

 

15. August 2026

4:00 Wecker klingelt!

4:45 Mani holt mich ab mit dem Ziel: Rohrbach Bahnhof.

5:25 geplanter Bahnzustieg in Rohrbach. Geplante Fahrt mit dem MVV Garmisch Klassik Ticket für 60€ all Incl.

In unserer Vorplanung mischte sich die KI ein und gab uns die falsche Abfahrtszeit des Zuges.

Ebenfalls empfahl uns die KI dieses besagte Garmisch Klassik Ticket am Automaten (moderne Automaten stand allerdings dabei!)zu kaufen, incl. Anweisung der Menü Führung am Automaten.

Das beschriebene Ticket gab es in Rohrbach nicht zu kaufen.

Also Bayern Ticket 22€ pro Person.

Der Zug nach München kam erst um 6:10 Uhr. So wie auch auf dem ausgehängten Fahrplan in Rohrbach steht.

Die KI geplante Ankunftszeit auf der Alpspitzbahn Gipfelstation: 9.30 Uhr.

Reelle Ankunft: 10.30 Uhr. Dazwischen 6x Umsteigen. Ab München waren alle Züge; S-Bahn nach Tutzing, Zug von Tutzing nach Garmisch und die Zahnradbahn zur Alpspitzbahn - voll! Bei der Rückfahrt dann überfüllt!

Die Reise mit dem Bayernticket plus Alpspitzbahn Hin/Rück kam uns auf 57€.

Die Rückfahrt war eine Odysee!

Fehlinformationen an den Informationstafeln am HBF bezüglich der Bahnsteige und verspätete Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Züge in Richtung Ingolstadt. Komplett überfüllte Züge. Um 21:30h waren wir wieder in Mainburg. Gesamt 17H, davon 5h am Berg unterwegs. Um eine entspannte Reise handelte es sich dabei nicht.

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Sommercamp der Jugend - Fränkische Schweiz

vom 08.08.2026 - 12.08.2026
08.08.2026

Zum Ferienauftakt machte sich die Vereinsjugend mit den Jugendleitern Sharon und Mane auf den Weg ins alljährliche Sommercamp. Dieses Jahr ging es für die 8 Teilnehmer:innen in die Fränkische Schweiz zum Klettern. An 4 Klettertagen wurde fleißig projektiert, Klettermeter gesammelt und neue Gebiete entdeckt.
Der Restday, gefüllt mit allerlei Aktivitäten, hat seinen Namen diesmal so gar nicht verdient. Dafür hatte die Gruppe eine Riesen Gaudi beim Baden im hauseigenen Pool, Speedminton, Tischtennis, und sogar einem kleinen Kickerturnier. Total altersgemäß fand auch ein Bobbycar-Wettrennen aller größten Andrang ;)
Zum ersten Mal war auch crag dog Chilly mit auf Tour, und so stand nach dem Klettern auch noch die ein oder andere Wandertour sowie eine Nachtwanderung an.
Abends hat die ganze Gruppe noch in der Gemeinschaftsküche zusammen gekocht, gespielt und den Tag gemütlich ausklingen lassen.

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Hochtour zum Großvenediger

02.08.2026

Dieser Hochtour mit dem Großvenediger als Ziel gingen einige extrem heiße Sommerwochen voraus, sodass sich alle Teilnehmer und Trainer zwar sehr auf die mögliche Abkühlung in der Eislandschaft in den Tauern gefreut haben aber auch gespannt auf die Bedingungen vor Ort waren. 

Um den drohenden Sommergewittern am Nachmittag zu entgegen blieb uns also nichts anderes übrig als am 02. August bereits um 07:30 Uhr vom Parkplatz Hopffeldboden in Richtung der Kürsinger Hütte aufzubrechen. Damit wir uns alle optimal an die Höhe akklimatisieren konnten, zogen es alle Teilnehmer vor, den Fahrweg durch das Obersulzbachtal zu Fuß und ohne Taxi-Unterstützung zu bezwingen. Am Oberen Keesboden konnten wir schließlich die Seile und ein paar der Rucksäcke in die Materialseilbahn geben, um uns den weiteren Aufstieg zu erleichtern. Mit einer kleinen Stärkung im Bauch konnten wir nun den steileren und letzten Teil des Aufstiegs zur  Kürsinger Hütte antreten, wo uns nach knapp 14 km und 1500 Hm Aufstieg auch die ein oder andere wohlverdiente Erfrischung erwartete. Zum Glück blieben wir von etwaigen Unwettern verschont. Demnach stand für diesen Tag lediglich das Abendessen und das Packen des Rucksacks für den nächsten Tag auf dem Programm. Alle wollten entsprechend früh ins Bett, denn der nächste Tag versprach ein Langer zu werden.

Im Licht unserer Stirlampen brachen wir am nächsten Tag um 3:30 Uhr zwar noch etwas verschlafen, aber voll motiviert in Richtung Großvenediger auf. Nach ca. einer Stunde Fußmarsch erreichten wir die noch immer in Dunkelheit gehüllten Ausläufer des Venedigerkees. Dort legten wir Steigeisen, Gurt und Seil an, um gesichert unseren Gletscheraufstieg antreten zu können. Im Licht der ersten Sonnenstrahlen des Tages passierten wir auf unserem Weg zur Schlüsselstelle der Tour die magische 3000-er Marke. Bevor wir uns aber dem Labyrinth durch die Venedigerscharte widmeten, gab es noch eine kleine Stärkung im Sonnenaufgang. Nachdem wenige Wochen zuvor die Tour vermutlich sogar noch auf Ski machbar gewesen wäre, zeigt sich in der Scharte der Klimawandel von seiner hässlichen Seite. Innerhalb der heißen Wochen zuvor schmolz der Großteil der Schneeauflage weg, wodurch sich die meisten – aber nicht alle - Spalten öffneten. Kati navigierte uns aber zielsicher durch die Spalten und über die letzten noch tragenden Schneebrücken. Nachdem wir die Scharte endlich überwunden haben, standen uns nur noch 250 Hm in mäßiger Steigung bis zu Gipfel des Großvenediger bevor. Mittlerweile war die Sonne aufgegangen und strahlte auf uns und die verbliebenen Schneereste herab. Der nun weichere Schnee sollte uns aber nicht aufhalten, sodass auch der letzte Aufschwung vor dem Gipfel kein allzu großes Hindernis darstellte. Bei strahlendem Sonnenschein und einer Gipfelbrotzeit in der Hand genossen wir den herrlichen Ausblick. Der Aufstieg ist bekanntlich nur die halbe Miete, daher machten wir uns zügig wieder auf den Weg zurück. Unserer Aufstiegsspur folgend ging es also zunächst wieder zurück durch schwerer werdenden Stapfschnee zur Spaltenlabyrinth der Venedigerscharte und von dort aus immer weiter nach unten bis zu unserem Anseilplatz vom Morgen. Mit der im Rucksack verstauten Gletscherausrüstung ging es über den Wanderweg zurück zur Kürsinger Hütte und von dort mit unserem restlichen Gepäck wieder durch das Obersulzbachtal bis zum Parkplatz und den Autos. Hut ab vor dieser Truppe! 

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Spaltenbergungskurs

11.07.2026
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Karwendel - Pfeishütte 28.06. - 29.06.2026

Bergtour - Gemeinschaftstour
28.06.2026

Wie jetzt Hitze-Panik?! Ganz Deutschland versinkt in immer aufgeheizteren Schlagzeilen. Flucht nach oben – denkt sich da eine Truppe aus 10 Mainburger Alpenvereinlern, davon mehrere Generationen an Jugendleitern und Jugendleiterinnen und ihren jeweiligen Schützlingen. Zwar gab es einen kurzen Austausch angesichts der geplanten Südseiten-Tour aus dem Inntal, jedoch wurde statt einer Absage kurzerhand eine ambitioniertere Abfahrtszeit um 5 Uhr und ein direkterer Aufstieg zur Pfeishütte gewählt. Wir waren froh, noch bei frischer Morgenluft um 8 Uhr ordentlich Höhenmeter im Innsbrucker Bergwald machen zu können. Raus aus dem Wald war es dann dank einem angenehmen Lüftchen auch einigermaßen erträglich. Im Kreuzjöchl fiel die Wahl dann statt einer direkten Kletterei auf die Rumer Spitze, auf ein schattiges Getränk an der Pfeis Hütte und die Große Bachofenspitze in der zweiten Reihe der Karwendelgipfel. Mit leichterem Gepäck machten wir uns dann nur noch zu 8. an den Aufstieg, der eigentlich erst für den zweiten Tag gedacht war. Solange das lange Sonntagskar ein bisschen Wind zuließ oder eine Wolke etwas Schatten spendete, bereuten wir den Weitermarsch um 13.00 nicht. An manchen Stellen allerdings wäre Backofenspitze zutreffender gewesen. Im oberen Teil des Kars wartete am heißesten Tag des Jahres (bisher!) sogar noch eine Schneefeldquerung auf uns gefolgt von feinstem Karwendelbrösel in der äußerst steilen Gipfelflanke. Nachdem wir uns vorsichtig auf den Gipfel geeiert hatten und uns beim Blick in die Flanke unter uns fragten, wo wir da jetzt eigentlich hoch geklettert waren, wussten wir dann aber zumindest warum der Gipfel eher seltener begangen wird. Die Einsamkeit und Aussicht ins Karwendel hinein und auf den Alpenhauptkamm im Süden entschädigten jedoch für die zeitraubende Kraxelei im Auf- und Abstieg. Ganz entgegen der Erwartung der strengen Hüttenwirtin waren wir pünktlich vor 18.00 zum Abendessen zurück. Dass wir bei diesen Bedingungen die Motivation für eine solche ausgedehnte Tour von immerhin 2.200 Höhenmeter Aufstieg finden würden, hätte im Vorhinein wahrscheinlich auch niemand von uns erwartet. Dank einer kleinen Gewitterzelle sank sowohl die Temperatur auf ein angenehmes Schlafniveau als auch die Spannung in der Luft hinsichtlich der für 10 Uhr angekündigten Gewitter am Sonntag. Der klare Morgenhimmel ließ uns recht schnell zusätzlich zur vom Vortag nachzuholenden Überschreitung der Pfeisspitzen die Stempeljochspitze ins Visier nehmen. Nach dem recht kurzen Aufstieg von der Hütte ins Stempeljoch und einem letzten prüfenden Blick auf die Witterung ließen wir die meisten Rucksäcke im Joch und genossen auf dem kurzen Abstecher die Tiefblicke ins Hall- und Samertal. Vom Stempeljoch aus kletterten wir danach nordseitig den seilversicherten Steig in deutlich festerem Fels als am Vortag und am Gipfel recht luftig auf die Pfeisspitze. Auf schmalem Grat und hoch über Innsbruck – ein perfektes Fotomotiv! Fast noch spannender als der Anstieg war der Übergang zur Lattenspitze mit steilem Gipfelabstieg und kleinen ausgesetzten Querpfaden. Konzentriert und immer im Komfortbereich folgten wir der Überschreitung bis ins Jöchl, wo wir angesichts der nun aufziehenden Gewitterwolken froh über unsere Zeitplanung waren. Eine kurze Einkehr auf der Thaurer Alm war noch drin, auch wenn der Kaiserschmarrn die fachkundigen Mainburger AVlerinnen nicht überzeugen konnte. Im äußerst schwülen Inntal kühlte uns dann die Parkplatzquelle im Steintrog nach dem langen und schweißtreibenden Abstand recht schnell wieder ab.

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Jugendleiter-Tour zur Ascher Hütte

20.06.2026

Am 20. und 21. Juni 2027 stand für die Jugendleiterinnen und Jugendleiter unserer Sektion das erste Hüttenwochenende der Saison auf dem Programm. Ziel war die Ascher Hütte der Sektion Pfaffenhofen im Paznauntal. Neben der Gelegenheit, die anlässlich des Sektionsjubiläums erhaltenen Übernachtungsgutscheine endlich einzulösen, bot das Wochenende den passenden Rahmen, um – inspiriert vom Visionsworkshop im Frühjahr – gemeinsam Ideen für die zukünftige Jugendarbeit zu entwickeln. Mit dabei waren Christian, Mane, Cosima und Kathi, Max als angehender Jugendleiter sowie Melli als Familiengruppenleiterin.

Bei hochsommerlichen Temperaturen begann der Aufstieg in See über die Versingalpe zur Ascher Hütte. Der abwechslungsreiche Wanderweg führte entlang eines rauschenden Wasserfalls und durch eine üppige Alpenflora, die selbst die Nicht-Botaniker in der Gruppe zum Staunen brachte. Für eine willkommene Abkühlung sorgte zwischendurch ein kurzer Kneip-Stopp am eiskalten Gebirgsbach.

Den Nachmittag verbrachten wir entspannt auf der schattigen Hüttenveranda. Bei Kaiserschmarrn und kühlen Getränken blieb ausreichend Zeit für anregende Gespräche, neue Ideen und die Planung kommender Aktionen.

Natürlich durfte auch die bergsteigerische Herausforderung nicht fehlen. Am Sonntag stand der Aufstieg auf den 3.004 Meter hohen Furgler auf dem Programm. Der abwechslungsreiche Anstieg bot alles, was das Bergsteigerherz begehrt: Blockgelände, teilweise kraxelige Passagen, einige noch verbliebene Schneefelder und schließlich ein beeindruckendes Gipfelpanorama mit Rundumblick auf die umliegende Bergwelt. Auch unterwegs wurde der Austausch über viele Themen fortgesetzt – die besten Ideen entstehen schließlich oft beim gemeinsamen Gehen.

Nach dem langen Abstieg zurück nach See wurde der Tourentag noch durch eine Handvoll frisch gepflückter Walderdbeeren versüßt. Einen erfrischenden Abschluss fand das Wochenende bei Eiskaffee und Spezi, bevor es wieder nach Hause ging.

Am Ende waren sich alle einig: Es war ein rundum gelungenes Wochenende mit einer großartigen Mischung aus Bergerlebnis, Gemeinschaft und Sektionsarbeit. Eine Wiederholung im nächsten Jahr ist bereits fest eingeplant – dann allerdings mit etwas kürzerer Anfahrt.

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Mehrseillängentour Roßstein (Tegernseer Hütte)

30.05.2026

Bei gutem Wetter starteten wir morgens um acht Uhr am Parkplatz und stiegen durch wunderschöne Landschaft in Richtung unseres Einstieges der Klettertour. Dabei mussten wir knapp 900 Höhenmeter im Aufstieg machen, bevor wir am Wandfuß standen. Über steiles Gelände ging es zum Startpunkt beziehungsweise unserem ersten Standplatz. Von hier aus kletterten wir in drei Seillängen fast bis zum Gipfel des Rosssteins. Da wir zwei Trainer und drei Teilnehmer waren, kletterten wir in einer zweier und einer dreier Seilschaft. Somit konnten die Handgriffe der Teilnehmer gut überprüft und Fragen gleich beantwortet werden. Da es für alle Teilnehmer die erste Mehrseillänge im Fels war und niemand sonst am Einstieg zu sehen war, konnten wir in aller Ruhe die Route durchsteigen. Die schwerste Kletterstelle war eine 4- und konnte von jedem gut überwunden werden. Nach dem Ausstieg aus der Route stiegen wir in wenigen Höhenmetern zum Gipfelkreuz des Rosssteins. Nach einer kurzen Stärkung seilten wir über die geklettert Route wieder herab. Motiviert stiegen wir in die zweite Route ein, die nur ein paar wenige Meter weiter rechts verlief. Diesmal waren vier Seillängen zu bewältigen. Die anfänglichen Klettermeter waren mit der Schwierigkeit 4 ausgeschrieben und verlangten sauberes Treten und Greifen. Eine lange Querung ohne Zwischensicherung forderte höchste Konzentration. Der Ausstieg lag wiederum kurz unter dem Gipfelkreuz des Rosssteins. Auch hier seilten wir über die Route ab. Nachdem die Zeit schon fortgeschritten war, beschlossen wir keine weitere Route mehr anzufangen und stiegen wieder zu den Autos hinab. Somit wurden einige Klettermeter gesammelt und das im Kurs erlernte Wissen über Mehrseillängen konnte perfekt angewendet werden.

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Mehrseillängenkurs für Neueinsteiger

23.05.2026

Der Kurs diente dazu, dass Neueinsteiger in Bezug auf Mehrseillängen anschließend eigenständig einfache Touren durchführen können. Daher wurde der Ingolstädter und Mainburger Turm genutzt, um den Fokus auf viele Übungswiederholungen zu legen. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen lernten 4 Teilnehmer unter Anleitung einer Trainerin alles zum Thema Standplatzbau, Sicherungstechnik, Abseilen, Kommandos und Seilhandling. Am ersten Tag wurde der Ingolstädter Turm in 2 Seillängen erklommen, während am zweiten Tag der Mainburger Turm als Übungsbasis diente.  Verschiedene Handgriffe und Abläufe wurden wiederholte Male geübt, sodass am Ende des Kurses eine gewisse Routine entstand. Die Zeit verging wie im Flug, denn die hochmotivierten Teilnehmer waren kaum vom Üben zu stoppen. Die angesetzten 4h pro Tag wurden daher etwas ausgedehnt. Erfreulicherweise waren zwei der vier Teilnehmer des Mehrseillängenkurses bei der angebotenen Tour die Woche drauf dabei. So konnten sie Geübtes gleich in der Praxis anwenden und erste Mehrseillängenerfahrung im Fels sammeln. Alles in allem waren es zwei lehrreiche Tage mit ganz vielen Wiederholungen und einer lockeren Stimmung, so dass alle zufrieden am Ende des Kurses nach Hause gehen konnten.

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4 Klettersteige in den Steinbergen

02.05.2026

Zum Auftakt der Klettersteigsaison zog es uns diesmal zunächst in den Naturpark Weißbach zwischen den Loferer und Leoganger Steinbergen. Um uns maximal auf das Training in den Klettersteigen konzentrieren zu können, standen uns direkt mehrere Klettersteige mit extra kurzem Zustieg vom Tal aus zur Verfügung. 

Angefangen mit dem „Gams Kitz“ Klettersteig ging es mit einem Steig der Schwierigkeit A/B los. In diesem vergleichsweisen leichten Gelände konnten die Teilnehmenden direkt die Techniken zum effizienten und Kraft sparenden Aufsteigen und Einhängen der Selbstsicherung wiederholt und geübt werden. 

Nach dieser Übung zum Einlaufen ging es nach dem Abstieg direkt mit dem benachbarten Klettersteig „Zahme Gams“ mit der Schwierigkeit B/C weiter. Über ca. 125 Hm kletterten wir durch den soliden und sonnenbeschienen Kalkfelsen. Mit dem Erklimmen dieses zweiten Klettersteiges für diesen Tag hatten wir uns erstmal die Mittagsbrotzeit verdient. Im Anschluss teilte sich die Gruppe auf. Der eine Teil entschloss sich, den ersten Klettersteig des Tages in umgekehrter Richtung zu begehen. Das stellte sich als super Übung für das abwärts Klettern in Klettersteigen heraus. Der zweite Teil der Gruppe versuchte sich an der „Weißen Gams“. In diesem Steig der Schwierigkeit D kam auch sie voll auf Ihre Kosten. Der Kaffee und Kuchen danach waren also wohlverdient und schmeckten umso besser. 

Damit aber noch nicht genug: Im nahe gelegenen St. Adolari wartete noch der vierte und letzte Klettersteig des Tages auf uns. Gemeinsam erklommen wir die letzten Höhenmeter für diesen Tag nach einem erneut angenehm kurzen Zustieg, diesmal in der Schwierigkeit B/C, bevor uns im Anschluss auf den endgültigen Heimweg machten.

Ein Fazit dieser Tour: Man muss nicht unbedingt hoch hinaus, um schöne und lohnende Klettersteige genießen zu können.

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